So einfach geht Vermögen aufbauen: Die bewährte Schweizer Anlagestrategie

In Zeiten niedriger Zinsen reicht das klassische Sparkonto längst nicht mehr aus, um Vermögen aufbauen zu können. Tatsächlich stehen wir vor der Herausforderung, dass steigende Lebenshaltungskosten unser mühsam Erspartes stetig entwerten, wenn wir es nicht klug anlegen.

Eine durchdachte Anlagestrategie ist daher entscheidend. Sie dient als Plan, nach dem wir unsere Investitionsentscheidungen treffen. Besonders wichtig ist dabei die Diversifikation – also die Streuung der Anlage. Durch eine clevere und breit diversifizierte Strategie kann unser Vermögen nicht nur geschützt, sondern auch gezielt aufgebaut werden. Ausserdem sorgt der Zinseszinseffekt dafür, dass selbst kleine Renditeunterschiede sich über die Jahre erheblich summieren und unser Vermögen exponentiell wächst.

Die Schweiz bietet hierfür mit ihrer stabilen Wirtschaft und den verlässlichen politischen Rahmenbedingungen eine ideale Basis. Historisch betrachtet bieten Anlagen in Aktien, Immobilien und andere Anlageformen durchschnittlich höhere Renditen als klassische Sparprodukte. Obwohl Kursschwankungen manchmal beunruhigend sein können, zeigt die Vergangenheit, dass es oft einfache Methoden gibt, diese zu überwinden.

In diesem Artikel zeigen wir, wie auch du mit der bewährten Schweizer Anlagestrategie dein Vermögen aufbauen kannst – unabhängig davon, ob du mit 20, 30 oder 50 Jahren startest oder ob du mit wenig Geld beginnst. Wir erklären dir Schritt für Schritt, wie du deine finanzielle Zukunft selbst in die Hand nehmen kannst.

Warum Vermögensaufbau heute wichtiger ist denn je

Der finanzielle Wohlstand ist heute mehr denn je vom eigenen Handeln abhängig. Während frühere Generationen noch auf staatliche Absicherung vertrauen konnten, müssen wir heute selbst aktiv werden, um unsere finanzielle Zukunft zu sichern.

Inflation und Kaufkraftverlust verstehen

Die Inflation beschreibt ein Phänomen, das uns alle betrifft: Preise steigen kontinuierlich, wodurch unser Geld stetig an Wert verliert. Einfach ausgedrückt bedeutet dies: Wir können uns für denselben Betrag immer weniger leisten, unsere Kaufkraft sinkt.

Diesen schleichenden Wertverlust bemerken wir im Alltag – beim Einkaufen, an der Tankstelle oder beim Restaurantbesuch. Ein anschauliches Beispiel: Vor zehn Jahren kostete ein Café crème in der Schweiz durchschnittlich 4,16 Franken – heute sind es bereits 4,58 Franken, was einem Preisanstieg von 11% entspricht.

In der Schweiz wird die Teuerung durch den Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) gemessen. 2024 betrug die durchschnittliche Jahresteuerung 1,1%. Konkret bedeutet das: Was heute 101,10 Franken kostet, war im Vorjahr für 100 Franken zu haben. Die Schweizerische Nationalbank strebt eine Preisstabilität mit einer Inflation zwischen 0 und 2% an.

Die Ursachen für Inflation sind vielfältig. Sie entsteht unter anderem durch:

  • Ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage
  • Steigende Produktionskosten wie höhere Energiepreise
  • Eine Zunahme der Geldmenge im Wirtschaftskreislauf

Für unser Erspartes hat die Inflation dramatische Folgen. Geld, das untätig auf dem Konto liegt, verliert kontinuierlich an Wert, selbst wenn der Kontostand nominell gleich bleibt. Um Vermögen langfristig aufzubauen und zu erhalten, muss die Rendite den Wertverlust durch Inflation übertreffen.

Zinseszinseffekt als Wachstumsmotor

Der Zinseszinseffekt gehört zu den mächtigsten Instrumenten beim Vermögensaufbau. Durch ihn können wir den negativen Auswirkungen der Inflation entgegenwirken und unser Kapital langfristig vermehren. Wie funktioniert er? Wenn die erwirtschafteten Zinsen oder Renditen nicht entnommen, sondern reinvestiert werden, bilden sie die Grundlage für neue Erträge.

Albert Einstein bezeichnete den Zinseszinseffekt sogar als “achtes Weltwunder”. Durch diesen Effekt wächst unser Vermögen nicht linear, sondern exponentiell. Bei einem Zinssatz von nur 1% werden aus 1.000 Euro nach 40 Jahren 1.489 Euro. Bei 5% wächst derselbe Betrag auf 7.040 Euro an, und bei 10% sogar auf beeindruckende 45.259 Euro.

Besonders deutlich wird die Wirkung des Zinseszinseffekts durch die “72er-Regel”: Teilt man die Zahl 72 durch den Zinssatz, erhält man die ungefähre Anzahl der Jahre, bis sich das Kapital verdoppelt hat. Bei einer Anlagelösung mit 4% Rendite verdoppelt sich das Vermögen nach 18 Jahren, während es bei einem Sparkonto mit 0,4% Zinsen ganze 180 Jahre dauern würde.

Doch der Zinseszinseffekt entfaltet seine Wirkung nur, wenn wir frühzeitig beginnen. Je früher wir mit dem Vermögensaufbau starten, desto mehr Zeit haben wir, um von diesem exponentiellen Wachstum zu profitieren.

Sparen vs. Investieren: Der Unterschied

Viele Menschen verwechseln Sparen mit Investieren – doch zwischen beiden Ansätzen bestehen fundamentale Unterschiede. Beim Sparen legen wir Geld für kurzfristige Bedürfnisse und unvorhergesehene Ausgaben beiseite. Es dient primär der Erhaltung von Kapital und der Schaffung von finanziellen Puffern.

Im Gegensatz dazu geht es beim Investieren darum, langfristiges Vermögen aufzubauen und vorhandenes Vermögen zu vermehren. Wir kaufen Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen oder Immobilien mit dem Ziel, dass unser Geld im Laufe der Zeit mehr wird.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Risikobereitschaft und den Renditechancen:

  • Beim Sparen sind Risiko und Rendite typischerweise gering. Vorteilhaft ist die hohe Sicherheit und schnelle Verfügbarkeit des Geldes.
  • Beim Investieren nehmen wir höhere Risiken in Kauf, haben jedoch deutlich bessere Chancen auf Wertzuwachs, der die Inflation übertrifft.

Die Zinsen auf Sparkonten reichen heute meist nicht aus, um den Wertverlust durch die Inflation vollständig auszugleichen. Ein gut diversifiziertes Anlageportfolio hingegen kann – besonders auf lange Sicht – die negativen Auswirkungen der Inflation ausgleichen oder sogar übertreffen.

Dennoch hat auch das Sparen seinen Platz in einer gesunden Finanzplanung. Idealerweise kombiniert man beide Ansätze: Ein Notgroschen auf dem Sparkonto für unvorhergesehene Ausgaben, während man den Rest des Vermögens langfristig investiert, um es vor Inflation zu schützen und zu vermehren.

Langfristiger Vermögensaufbau gelingt folglich nur, wenn man einen Teil des Geldes investiert statt es ausschliesslich zu sparen. Nur so kann man der kontinuierlichen Entwertung durch Inflation entgegenwirken und das Vermögen tatsächlich mehren. Weitere Daten finden Sie auf https://de.statista.com/themen/13069/sparen-vs-investieren/

Ziele setzen: Der erste Schritt zum Vermögen

Bevor wir in die Welt der Investitionen eintauchen, müssen wir wissen, wohin die Reise gehen soll. Die Festlegung konkreter finanzieller Ziele ist der entscheidende erste Schritt beim Vermögensaufbau. Denn ohne klare Ziele fehlt uns die Richtung und Motivation, die für den langfristigen Erfolg unverzichtbar sind.

Kurz-, mittel- und langfristige Ziele definieren

Finanzielle Ziele lassen sich nach ihrem zeitlichen Horizont kategorisieren:

Kurzfristige Ziele umfassen einen Zeitraum von bis zu einem Jahr. Hierzu gehören beispielsweise der Aufbau eines Notgroschens, die Finanzierung des nächsten Urlaubs oder kleinere Anschaffungen. Diese Ziele erfordern hohe Liquidität und Sicherheit der Anlage.

Mittelfristige Ziele erstrecken sich über einen Zeitraum von 1 bis 5 Jahren. Darunter fallen etwa der Kauf eines neuen Autos, Renovierungsarbeiten oder eine grössere Reise. Für diese Ziele eignen sich Anlagen mit mittlerer Laufzeit.

Langfristige Ziele beziehen sich auf einen Zeithorizont von mehr als 5 Jahren. Typische Beispiele sind die Altersvorsorge, der Erwerb einer Immobilie oder der langfristige Vermögensaufbau für finanzielle Unabhängigkeit.

Dabei gilt: Je länger der Anlagehorizont, desto stärker entfaltet sich die Macht des Zinseszinses und desto eher können wir mit zwischenzeitlichen Kursschwankungen leben. Deshalb ist vor allem langfristig eine hohe Aktienquote als Renditetreiber interessant.

Um unsere Ziele erfolgreich zu erreichen, sollten wir sie nach der SMART-Methode formulieren. SMART steht für:

  • Spezifisch (klar definiert)
  • Messbar (quantifizierbar)
  • Attraktiv (erreichbar, realistisch)
  • Relevant (für uns bedeutsam)
  • Terminiert (mit klarer Zeitvorgabe)

Ein unspezifisches Ziel wie “Ich will etwas Geld sparen für ein neues Auto” ist wenig hilfreich. Besser wäre: “Ich will bis am 1. September 2026 CHF 20’000.– angespart haben für das neue Auto”.

Wie viel Geld brauche ich wofür?

Nachdem wir unsere Ziele definiert haben, müssen wir ermitteln, welche Beträge wir dafür benötigen. Diese Frage ist entscheidend für die Wahl der richtigen Anlagestrategie.

Grundsätzlich hängt die benötigte Summe von unseren individuellen Zielen ab:

  • Für kurzfristige Anschaffungen brauchen wir konkrete Beträge (z.B. CHF 20’000 für ein Auto)
  • Für die Altersvorsorge müssen wir unseren gewünschten Lebensstandard und die voraussichtliche gesetzliche Rente berücksichtigen

Die Umsetzbarkeit unserer Ziele wird dabei von zwei Faktoren bestimmt:

  1. Dem Betrag, den wir monatlich investieren können
  2. Unserer persönlichen Risikobereitschaft

Dabei gilt: Je höher das Risiko, desto höher die potenzielle Rendite. Ein reines Aktienportfolio birgt die grössten Risiken, aber auch das grösste Potenzial. Historisch betrachtet lag die durchschnittliche Rendite von Schweizer Aktien bei etwa 8% pro Jahr, wodurch sich eine Investition alle 9 Jahre verdoppelt hat.

Beispiel: Vermögen aufbauen mit 30 oder 50

Das Alter, in dem wir mit dem Vermögensaufbau beginnen, hat erheblichen Einfluss auf unsere Strategie und die erreichbaren Ziele. Je früher wir anfangen, desto besser können wir vom Zinseszinseffekt profitieren.

Mit 30 Jahren sollten wir idealerweise bereits ein komplettes Jahresbruttogehalt angespart haben. Laut einer Studie liegt das durchschnittliche Jahreseinkommen in diesem Alter bei etwa 45.000 CHF, was auch dem angestrebten Vermögen entsprechen sollte. Bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren bleiben noch 37 Jahre Zeit, um Vermögen aufzubauen. Bei einer regelmässigen Einzahlung in eine Säule 3a mit ETF können wir bis zur Pensionierung fast 500’000 Franken ansparen.

Mit 40 Jahren sollte das angesparte Vermögen bereits das Zwei- bis Dreifache des jährlichen Bruttoeinkommens betragen. Bei einem Jahreseinkommen von CHF 80’000 wären das zwischen CHF 160’000 und CHF 240’000.

Wer erst mit 50 Jahren beginnt, hat natürlich weniger Zeit für den Vermögensaufbau. Dennoch sind auch hier beachtliche Ergebnisse möglich. In diesem Alter sollte das Vermögen idealerweise bei mindestens CHF 72’000 liegen, was dem Medianvermögen dieser Altersgruppe in der Schweiz entspricht. Finanzexperten empfehlen jedoch, etwa das Drei- bis Vierfache des jährlichen Bruttoeinkommens angespart zu haben. Selbst wer erst mit 55 Jahren beginnt, kann durch konsequentes Einzahlen in eine Säule 3a mit ETF bis zur Pensionierung noch 84’000 Franken ansparen.

Grundsätzlich gilt: Egal in welchem Alter wir beginnen – der wichtigste Schritt ist, überhaupt anzufangen und eine klare Strategie zu verfolgen.

Das eigene Risikoprofil richtig einschätzen

Der richtige Umgang mit Risiken bildet das Fundament jeder erfolgreichen Anlagestrategie. Um langfristig Vermögen aufzubauen, müssen wir zunächst verstehen, welches Risikoprofil zu uns passt. Dieses setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: der objektiven Risikofähigkeit und der subjektiven Risikobereitschaft.

Wie viel Schwankung kann ich aushalten?

Die Risikofähigkeit beschreibt objektiv, welche finanziellen Risiken wir tragen können. Sie wird durch harte Fakten wie Alter, Einkommen, Vermögen und Verpflichtungen bestimmt. Menschen mit hohem Einkommen, wenigen familiären Verpflichtungen und hoher Sparquote können grundsätzlich mehr Risiko eingehen.

Tatsächlich ist eine 30-jährige Person, die voll verdient und in einer Wohngemeinschaft lebt, deutlich risikofähiger als ein teilzeitarbeitendes Paar Ende 40 mit Kindern und hoher Miete.

Die Risikobereitschaft hingegen ist subjektiv und zeigt, wie viel Schwankung wir emotional verkraften. Der amerikanische Finanzberater Rick Ferri definiert sie als die Fähigkeit, Verluste zu ertragen, ohne das Anlageverhalten zu ändern.

Eine entscheidende Frage zur Selbsteinschätzung: Was würde ich tun, wenn mein Portfolio innerhalb einer Woche um 30% einbricht? Verkaufe ich panisch oder bleibe ich ruhig und sitze die Krise aus? Leider überschätzen viele ihre Risikotoleranz und bemerken dies erst, wenn sie nach Jahren der Gewinne einen Verlust erleiden.

Laut einer Studie sind nur 26% der Schweizer Frauen bereit, für höhere Gewinnchancen grössere Risiken einzugehen, während dieser Anteil bei Männern bei 37% liegt. Darüber hinaus spielt auch der Anlagehorizont eine wichtige Rolle: Mit einem längeren Zeithorizont können wir risikoreichere Anlagen wählen, da mehr Zeit bleibt, um Schwankungen auszusitzen.

Risikotypen: konservativ, ausgewogen, dynamisch

Basierend auf unserer Risikofähigkeit und -bereitschaft lassen wir uns in verschiedene Risikotypen einteilen:

Konservativ: Diese Anlagestrategie zielt auf Kapitalerhalt und minimale Risiken ab. Sie basiert hauptsächlich auf Obligationen mit einem kleinen Aktienanteil von etwa 30%. Die jährliche Volatilität liegt bei etwa 5,99% mit einer erwarteten Rendite von 3,06%. Dieser Ansatz eignet sich für sicherheitsbewusste Anleger, die Wertschwankungen möglichst gering halten möchten.

Ausgewogen: Hier besteht ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Rendite mit einer Aktienquote von etwa 48%. Die jährliche Volatilität beträgt etwa 7,43% bei einer erwarteten Rendite von 4,36%. Diese Strategie passt zu Anlegern, die bereit sind, für höhere Renditen moderate Kursschwankungen zu akzeptieren.

Dynamisch: Der Fokus liegt auf Wachstum mit einem Aktienanteil von etwa 61%. Die jährliche Volatilität steigt auf 8,79% bei einer erwarteten Rendite von 5,42%. Diese Strategie erfordert einen langen Anlagehorizont und die Fähigkeit, auch grössere Kursschwankungen zu verkraften.

Tools zur Risikoeinschätzung

Um unser Risikoprofil zu ermitteln, können wir verschiedene Hilfsmittel nutzen. Viele Banken und Finanzdienstleister bieten spezielle Fragebögen an, die etwa zehn Fragen zu unserer Lebenssituation, Finanzlage, Risikobereitschaft und unserem Zeithorizont stellen.

Folgende Fragen helfen bei der Selbsteinschätzung:

  • Wie alt bin ich?
  • Wie hoch ist mein Einkommen und Vermögen?
  • Welche laufenden Verpflichtungen habe ich?
  • Wie viel zwischenzeitlichen Verlust bin ich bereit zu ertragen?
  • Wie lange kann ich mein Geld anlegen?

Allerdings sollten wir beachten, dass sich unser Risikoprofil im Laufe der Zeit ändern kann – etwa durch eine veränderte Lebenssituation oder durch Erfahrungen an der Börse. Deswegen empfehlen Experten, das eigene Risikoprofil regelmässig zu überprüfen und die Anlagestrategie entsprechend anzupassen.

Wichtig für den langfristigen Vermögensaufbau: Die Anlagestrategie sollte sowohl zu unserer Risikofähigkeit als auch zu unserer Risikobereitschaft passen. Im Zweifelsfall sollte die Risikofähigkeit den Ausschlag geben, denn nichts ist schädlicher für den Vermögensaufbau als emotionale Entscheidungen in Krisenzeiten.

Die passende Anlagestrategie finden

Nach der Festlegung unserer Ziele und der Einschätzung unseres Risikoprofils steht die Wahl der passenden Anlagestrategie an. Die richtige Strategie hängt von unseren individuellen Präferenzen, Zielen und der persönlichen Risikobereitschaft ab.

Buy & Hold, Dividendenstrategie, Value vs. Growth

Die Buy & Hold-Strategie ist ein bewährter Ansatz, bei dem wir Wertpapiere kaufen und langfristig halten, unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen. Anlageexperte Warren Buffet nutzt diese Methode seit Jahrzehnten erfolgreich. Der Grundgedanke: Kurzfristige Kursschwankungen kommen immer vor, und es ist schwierig, den besten Zeitpunkt für Kauf oder Verkauf zu finden.

Bei der Dividendenstrategie liegt der Fokus auf regelmässigen Ausschüttungen. Wir investieren in Unternehmen, die verlässlich Dividenden zahlen und diese idealerweise regelmässig steigern. Besonders interessant sind hierbei “Dividendenaristokraten” – Unternehmen, die über mindestens 25 Jahre kontinuierlich ihre Dividenden erhöht haben. Allerdings warnen Experten: Die Dividende allein sagt nichts über die Qualität einer Aktie aus.

Bei Value vs. Growth stehen sich zwei Anlagekonzepte gegenüber. Value-Investoren suchen nach unterbewerteten Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen, während Growth-Investoren auf Firmen mit überdurchschnittlichem Wachstumspotential setzen. Interessanterweise zeigen Studien, dass Value-Aktien in Bärenmärkten und wirtschaftlichen Rezessionen tendenziell besser abschneiden, während Growth-Aktien in Bullenmärkten und Wachstumsperioden glänzen.

Vermögen aufbauen mit ETF oder Immobilien?

Die Entscheidung zwischen ETFs und Immobilien gehört zu den wichtigsten finanziellen Überlegungen. Immobilien bieten Sicherheit, Planbarkeit und langfristige Stabilität, während ETFs potentiell höhere Renditen bei anhaltender Flexibilität ermöglichen.

Betrachten wir die Renditen: ETFs können langfristig mit einer inflationsbereinigten Rendite von 2,8 bis 3,8% pro Jahr rechnen, während Wohnimmobilien in Deutschland historisch etwa 1% pro Jahr erzielten. Tatsächlich stiegen die Immobilienpreise in Deutschland von 1970 bis Ende 2023 inflationsbereinigt um lediglich 0,13% jährlich.

Ein weiterer wichtiger Unterschied liegt in den Kosten. Bei Immobilien fallen Instandhaltungskosten von etwa 1,5% des Wertes jährlich an, während ETF-Gebühren bei Welt-ETFs unter 0,2% pro Jahr liegen. Hinzu kommen bei Immobilien noch Kauf- und Verkaufsnebenkosten von 10-15% des Kaufpreises.

Aktiv vs. passiv investieren

Beim aktiven Investieren versuchen wir (oder ein Fondsmanager), durch gezielte Auswahl von Wertpapieren den Markt zu übertreffen. Dies erfordert umfassende Marktanalysen und regelmässige Anpassungen des Portfolios.

Hingegen bildet passives Investieren, etwa mit ETFs, einfach einen bestimmten Index ab. Diese Methode punktet mit geringeren Kosten, da kein aktives Management erforderlich ist.

Die Kostendifferenz ist beachtlich: Während aktive Fonds für Schweizer Aktien durchschnittliche jährliche Gebühren von etwa 1,5% aufweisen, kosten ETFs auf den Swiss Performance Index (SPI) nur rund 0,13% pro Jahr. Dieser Unterschied von ~1,4 Prozentpunkten kann langfristig erhebliche Auswirkungen haben.

Dennoch zeigen Studien, dass aktives Management in ineffizienten Märkten Vorteile bieten kann. Bei europäischen Small Caps schlagen etwa 70% der aktiven Fondsmanager den Vergleichsindex. In entwickelten Märkten wie den USA gelang es hingegen in den letzten fünf Jahren nur knapp 6% der aktiven Fondsanbieter, ihren Vergleichsindex nach Kostenabzug zu übertreffen.

Letztendlich hängt die Wahl zwischen aktiv und passiv von unseren Zielen und der persönlichen Risikobereitschaft ab. Wer einfach am langfristigen Wachstum breiter Indizes teilhaben möchte, für den sind ETFs meist die bessere Wahl. Wer hingegen eine überdurchschnittliche Rendite anstrebt, könnte in bestimmten Marktsegmenten mit aktivem Management erfolgreicher sein.

Diversifikation: So streust du dein Risiko richtig

Die klügsten Investoren der Welt befolgen eine goldene Regel: Niemals alle Eier in einen Korb legen. Dieses Prinzip nennt sich Diversifikation und ist entscheidend für den langfristigen Anlageerfolg. Durch gezielte Risikostreuung können wir nicht nur Verlustrisiken minimieren, sondern gleichzeitig die Chancen auf eine positive Gesamtentwicklung erhöhen.

Asset Allocation: Aktien, Anleihen, Immobilien

Die Asset Allocation bezeichnet die Aufteilung deines Vermögens auf verschiedene Anlageklassen. Sie bildet das Fundament jeder Anlagestrategie und hat zum Ziel, das Risiko zu senken und die Rendite zu optimieren. Während Diversifikation ein Kernprinzip ist, das innerhalb der Asset Allocation angewendet wird, strebt die Asset Allocation ein optimales Verhältnis von Risiko und Rendite an.

Zu den wichtigsten Anlageklassen zählen:

  • Aktien: Unternehmensanteile mit höheren Renditeerwartungen und Risiken
  • Anleihen: Schuldtitel von Staaten oder Unternehmen mit regelmässigen Zinszahlungen und geringerem Risiko
  • Immobilien: Gelten als wertstabil, erfordern jedoch ein grösseres Startkapital
  • Rohstoffe: Wie Gold, Energieressourcen oder Industriemetalle
  • Geldmarkt: Kurzfristige Anlagen wie Tagesgeld

Die Korrelation zwischen verschiedenen Anlageklassen spielt hierbei eine zentrale Rolle. Sie beschreibt, wie sich zwei Anlagen zueinander verhalten. Eine Korrelation von +1 bedeutet eine gleichlaufende Entwicklung, während -1 eine gegenläufige Bewegung anzeigt. Bei einer Korrelation von 0 entwickeln sich die Anlagen vollkommen unabhängig voneinander. Folglich sind Anlagen mit niedriger Korrelation besonders gut zur Diversifikation geeignet.

Ein anschauliches Beispiel: Verlieren Aktien in Krisenzeiten an Wert, steigt Gold tendenziell, da es als sicherer Hafen gilt. Diese negative Korrelation macht die Kombination aus Aktien und Gold für ein ausgewogenes Portfolio vorteilhaft.

Geografische Streuung

Die geografische Diversifikation verteilt deine Investments auf verschiedene Länder und Regionen. Dadurch werden Risiken, die auf bestimmte Länder beschränkt sind, reduziert. Tatsächlich unterliegen die Konjunkturen in den USA, Europa oder der Schweiz unterschiedlichen Faktoren und entwickeln sich demzufolge oft unterschiedlich.

Neben der regionalen Streuung bietet sich ebenso eine Diversifikation nach Branchen an. Die Kombination verschiedener Wirtschaftssektoren wie Finanzen, Gesundheit, Technologie und Versorgung mindert zusätzlich das Risiko. Darüber hinaus können wir zwischen Large-Cap-Unternehmen (stabil, sicherer) und Small-Cap-Unternehmen (höheres Wachstumspotenzial, volatiler) unterscheiden.

Vermögen aufbauen mit wenig Geld – geht das?

Vermögen aufbauen ist durchaus mit kleinen Beträgen möglich. Der Schlüssel liegt in einer klugen Strategie und frühem Anfangen. Ein ETF-Sparplan ermöglicht bereits ab 25 Euro monatlich den Einstieg in den Vermögensaufbau. Durch diese regelmässigen Investitionen nutzt du den Cost-Average-Effekt und reduzierst das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts.

Ein konkretes Rechenbeispiel verdeutlicht die Kraft des langfristigen Sparens: Bei monatlichen Einzahlungen von nur 50 Euro in einen ETF mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 6% wächst dein Vermögen in 30 Jahren auf fast 50.000 Euro – während du insgesamt nur 18.000 Euro eingezahlt hast. Nach 10 Jahren wären es bereits knapp 8.200 Euro, obwohl du nur 6.000 Euro selbst eingezahlt hast.

Besonders für Einsteiger eignen sich ETFs, da sie bereits mit kleineren Anlagebeträgen eine gute Diversifikation ermöglichen. Diese “Geldtöpfe” sammeln Kapital verschiedener Anleger und investieren es in unterschiedliche Wertpapiere. Ein weltweiter ETF investiert beispielsweise in über 1.500 Unternehmen aus verschiedenen Ländern.

Eine weitere Option ist die private Vorsorge: In der Säule 3a kannst du dein Geld statt auf ein Konto auf ein Vorsorgedepot einzahlen und langfristig anlegen. Diese staatlich geförderte Vorsorgeform bietet einen doppelten Vorteil: Du profitierst vom Zinseszinseffekt aufgrund des langen Anlagehorizonts und geniesst gleichzeitig Steuervorteile.

Die Diversifikation deines Portfolios erfordert allerdings kontinuierliche Aufmerksamkeit. Regelmässiges Rebalancing – also die Wiederherstellung der ursprünglichen Gewichtung der Anlageklassen – ist notwendig, um die Streuung beizubehalten. Dadurch bleibt dein Portfolio entsprechend deiner Risikotoleranz und deinen Anlagezielen ausgerichtet.

Umsetzung: So startest du mit dem Investieren

Nach der Planung ist es Zeit für die praktische Umsetzung deiner Anlagestrategie. Die richtige Vorgehensweise kann den Unterschied zwischen finanzieller Frustration und erfolgreichem Vermögensaufbau ausmachen.

Depot eröffnen und Sparplan einrichten

Der Einstieg beginnt mit der Eröffnung eines Wertpapierdepots bei einer Bank oder einem Online-Broker. Dieser Prozess ist inzwischen dank moderner Online-Angebote innerhalb weniger Minuten möglich. Zunächst musst du entscheiden, woher das Geld für deine Investments kommen soll – typischerweise wird ein Verrechnungskonto angelegt oder du richtest eine Lastschrift von deinem Girokonto ein.

Sobald dein Depot eröffnet ist, kannst du einen ETF-Sparplan einrichten. Hierzu benötigst du die ISIN oder WKN des gewünschten ETFs. Anschliessend legst du folgende Parameter fest:

  • Die Höhe der Sparrate (oft ab 25 Euro möglich)
  • Das Sparintervall (monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich)
  • Den Ausführungstag (idealerweise kurz nach Gehaltseingang)

Vorteilhaft ist, dass du die Sparrate jederzeit ändern, den Sparplan pausieren oder löschen kannst.

Mit ETF Vermögen aufbauen: Schritt für Schritt

Für den langfristigen Vermögensaufbau mit ETFs empfiehlt sich die sogenannte Buy-and-Hold-Strategie. Dieser Ansatz kombiniert eine breite Diversifikation mit dem Cost-Average-Effekt durch regelmässige Einzahlungen. Langfristig wurden Anleger mit dieser Strategie grosszügig belohnt: Der MSCI World erzielte in den letzten 50 Jahren eine durchschnittliche Rendite von rund 9 Prozent.

Besonders wichtig ist der Anlagehorizont: Je länger du investierst, desto weniger fallen Marktschwankungen ins Gewicht. Historische Daten zeigen, dass die Risiken des Aktienmarktes bei langer Haltedauer gut kontrollierbar sind.

Robo-Advisor oder selbst investieren?

Robo-Advisors sind digitale Vermögensverwalter, die nach einer automatisierten Risikobewertung eine passende Anlagestrategie vorschlagen. Sie fragen nach deiner Risikobereitschaft, deinem Anlagehorizont, deinen Renditezielen und deiner gewünschten Sparrate.

Die Entscheidung zwischen Selbstverwaltung und Robo-Advisor hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Bei Selbstverwaltung hast du volle Kontrolle über die Auswahl deiner ETFs und zahlst geringere laufende Gebühren. ETF-Sparpläne sind bei vielen Anbietern sogar komplett ohne Ausführungsgebühren erhältlich. Allerdings musst du dich selbst um die Zusammenstellung und Überwachung deines Portfolios kümmern.

Robo-Advisors übernehmen die Auswahl und das regelmässige Rebalancing deines Portfolios. Dies spart Zeit, kostet aber mehr: Typischerweise fallen jährliche Gebühren von etwa 0,75% des investierten Vermögens an. Über mehrere Jahre gerechnet sind diese Kosten fast immer höher als die Gebühren beim Selbstmanagement.

Übrigens: Du kannst beide Ansätze kombinieren – zunächst mit einem Robo-Advisor starten und zusätzlich in selbstgewählte ETFs investieren. Dies ermöglicht dir, Erfahrungen zu sammeln, während ein Teil deines Portfolios professionell verwaltet wird.

Fehler vermeiden beim Vermögensaufbau

Selbst die beste Anlagestrategie kann scheitern, wenn wir typische Fallstricke beim Vermögensaufbau nicht umgehen. Diese Fehler können uns Tausende oder sogar Zehntausende von Franken kosten – Geld, das uns für unsere Zukunft fehlen wird.

Zu spät starten

Der häufigste und gleichzeitig folgenschwerste Fehler ist ein zu später Einstieg. Wer erst mit 55 Jahren beginnt, muss monatlich fast 605 CHF zurücklegen, um im Alter von 65 Jahren auf 100.000 CHF zu kommen (bei 6,25% Rendite p.a.). Zum Vergleich: Ein 25-Jähriger erreicht dasselbe Ziel mit knapp 50 Franken monatlich.

Die Devise lautet folglich: Starten statt Warten. Jedes Jahr, das wir verlieren, erhöht den monatlichen Sparbedarf erheblich. Mit 18 Jahren begonnen, reichen etwa 30 Franken monatlich, mit 45 sind es bereits mehr als 213 Franken.

Emotionale Entscheidungen

Emotionen wie Angst und Gier sind häufig treibende Kräfte hinter unseren Investitionsentscheidungen – und zugleich unsere grössten Feinde. Laut Verhaltensökonomen wiegt der psychologische Schmerz eines Geldverlusts 2,5-mal schwerer als die Freude über einen gleichwertigen Gewinn.

Tatsächlich ist einer der schlimmsten Fehler, im falschen Moment auszusteigen. In fallenden Märkten gibt es wesentlich mehr Handelsaktivität als in steigenden, weil Verluste uns aktivieren, während Gewinne als normal angesehen werden.

Besonders schädlich ist der sogenannte Ankereffekt: Viele Anleger vergleichen jeden Kursstand mit dem ursprünglichen Kaufpreis und warten bei Verlusten, bis mindestens der Anfangskurs wieder erreicht ist. Dennoch spielt der Kaufpreis für die künftige Entwicklung einer Anlage keine Rolle – was zählt, sind die Erwartungen und das Potenzial.

Zu hohe Gebühren und fehlende Diversifikation

Ein weiterer kostspieliger Fehler sind überhöhte Gebühren. Bei einer durchschnittlichen Marktrendite von 7% pro Jahr verschlingt ein Fonds mit 2% jährlichen Verwaltungsgebühren fast 30% des möglichen Gewinns. Langfristig summiert sich dies zu erheblichen Renditeeinbussen.

Ebenso verheerend ist mangelnde Diversifikation. Wer auf wenige Einzeltitel oder eine bestimmte Branche setzt, erhöht unnötig sein Risiko. Laut einer JP Morgan-Studie haben Anleger, die über 20 Jahre hinweg nur die zehn besten Börsentage verpasst haben, bis zu 50% weniger Rendite erzielt als kontinuierlich investierte Anleger.

Die Lösung liegt in einer breiten Streuung über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen sowie in kostengünstigen Produkten. ETFs mit Gebühren zwischen 0,03 und 0,5% pro Jahr bieten hierfür eine ideale Grundlage.

Langfristig dranbleiben und optimieren

Die erfolgreiche Vermögensstrategie erfordert kontinuierliche Pflege und Optimierung. Nur durch regelmässige Anpassungen bleibt dein Portfolio ausgewogen und auf deine Ziele ausgerichtet.

Rebalancing und Portfolio-Check

Portfolio-Rebalancing bedeutet das “Ausbalancieren” deines Depots. Selbst ohne aktives Eingreifen verändert sich deine Anlagestruktur durch Wertschwankungen. Beim Rebalancing verkaufst du Positionen, die stark an Wert gewonnen haben, und kaufst solche, die gefallen sind, um die ursprüngliche Verteilung wiederherzustellen.

Diese Strategie bietet drei wesentliche Vorteile:

  • Risikokontrolle: Du bewahrst dein gewünschtes Risikoniveau
  • Antizyklisches Handeln: Du verkaufst tendenziell in Hochphasen und kaufst in Tiefphasen
  • Anlagedisziplin: Du handelst regelbasiert statt emotional

Für die Umsetzung gibt es verschiedene Methoden: zeitbasiert (z.B. jährlich), schwellenbasiert (bei Abweichung von z.B. 5%), regelbasiert oder kontinuierlich. Allerdings fallen beim Rebalancing Transaktionsgebühren und möglicherweise Steuern an.

Steuerliche Optimierung in der Schweiz

Freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse und Einzahlungen in die dritte Säule sind die stärksten Hebel zur Steueroptimierung. Beides darfst du vom steuerbaren Einkommen abziehen.

Die jährliche Einzahlungslimite für die Säule 3a beträgt 7.056 Franken für Angestellte mit Pensionskasse und 20% des Nettoeinkommens (maximal 35.280 Franken) ohne Pensionskasse.

Bei Einkäufen in die Pensionskasse sparst du mehr Steuern, wenn du den Betrag über mehrere Jahre verteilst. Zudem ist für Hausbesitzer die indirekte Amortisation über ein Säule-3a-Konto steuerlich vorteilhafter als die direkte.

Vermögen aufbauen mit Dividenden

Die Dividendenstrategie fokussiert sich auf Unternehmen, die regelmässig Dividenden ausschütten. Sie ermöglicht ein passives Einkommen und gleichzeitig Wertsteigerung der Aktien.

Neben dem stabilen Einkommen eignet sich diese Strategie besonders für langfristigen Vermögensaufbau durch Dividendenwachstum. Die Reinvestition der Dividenden maximiert den Zinseszinseffekt und beschleunigt das Vermögenswachstum.

Auch bei dieser Strategie ist eine regelmässige Überprüfung wichtig: Entwickeln sich die Unternehmen wie erwartet? Sind die Dividenden weiterhin stabil?

Fazit: Mit Strategie und Disziplin zum Ziel

Die Schweizer Anlagestrategie bietet zweifellos einen bewährten Weg zum langfristigen Vermögensaufbau. Unabhängig davon, ob wir mit 20, 30 oder 50 Jahren starten, bleibt der wichtigste Schritt, überhaupt anzufangen. Der Zinseszinseffekt arbeitet für alle, die frühzeitig beginnen, jedoch müssen wir auch mit kleinen Beträgen Geduld haben und konsequent bleiben.

Besonders wichtig erscheint die richtige Balance zwischen Risiko und Rendite. Unser individuelles Risikoprofil bestimmt massgeblich, welche Anlagestrategie zu uns passt. Während manche von uns mit Aktien-ETFs gut zurechtkommen, bevorzugen andere vielleicht Immobilien oder Dividendentitel. Entscheidend ist tatsächlich nicht die perfekte Strategie, sondern eine, die zu unserer persönlichen Situation und Risikobereitschaft passt.

Die Diversifikation unseres Portfolios schützt uns vor übermässigen Verlusten. Durch die Streuung über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen verringern wir das Risiko erheblich. ETFs bieten hierfür eine kostengünstige Möglichkeit, selbst mit kleinen Beträgen breit diversifiziert zu investieren.

Emotionale Entscheidungen und zu hohe Gebühren zählen zu den grössten Feinden beim Vermögensaufbau. Daher sollten wir unbedingt einen kühlen Kopf bewahren, wenn Märkte schwanken, und kostenbewusst investieren. Langfristig gesehen macht dies einen enormen Unterschied für unser Endvermögen.

Regelmässiges Rebalancing und Portfolio-Überprüfungen helfen uns zudem, auf Kurs zu bleiben. Gleichzeitig können wir durch steuerliche Optimierung mittels Säule 3a und Pensionskassen-Einkäufen zusätzliche Vorteile nutzen.

Letztendlich gilt: Der Weg zum Vermögen beginnt mit dem ersten Schritt. Danach heisst es durchhalten, Emotionen kontrollieren und die Strategie konsequent verfolgen. Wer diese Prinzipien beherzigt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit langfristig finanziellen Erfolg haben – unabhängig davon, ob das Ziel finanzielle Freiheit, ein komfortabler Ruhestand oder einfach mehr finanzielle Sicherheit ist.

FAQs

Q1. Wie kann ich am besten Vermögen aufbauen? Eine bewährte Strategie ist, etwa 20% des monatlichen Einkommens zu sparen oder zu investieren. Wichtig sind ein früher Start, regelmässige Einzahlungen und eine breite Streuung der Anlagen, zum Beispiel über ETFs. Langfristiges Durchhalten und emotionale Disziplin bei Marktschwankungen sind entscheidend für den Erfolg.

Q2. Welche Anlagemöglichkeiten sind derzeit besonders attraktiv? Aktuell bieten breit gestreute ETFs auf globale Aktienindizes eine gute Kombination aus Rendite und Risiko. Auch Dividendenstrategien und Immobilieninvestments können interessant sein. Die optimale Anlagestrategie hängt jedoch von Ihren persönlichen Zielen, Ihrem Risikoprofil und Anlagehorizont ab.

Q3. Wie viel Geld sollte man als Reserve auf dem Konto haben? Als Faustregel empfiehlt sich eine Geldreserve von mindestens drei Monatsausgaben auf einem leicht zugänglichen Sparkonto. Bei monatlichen Ausgaben von 5.000 Franken wären das also 15.000 Franken. Diese Reserve dient zur Deckung unerwarteter Kosten und gibt finanzielle Sicherheit.

Q4. Wie wichtig ist Diversifikation beim Vermögensaufbau? Diversifikation ist entscheidend, um Risiken zu minimieren und gleichzeitig Renditechancen zu optimieren. Durch die Streuung über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen reduzieren Sie das Risiko erheblicher Verluste. ETFs bieten eine kostengünstige Möglichkeit, selbst mit kleinen Beträgen breit diversifiziert zu investieren.

Q5. Welche Fehler sollte man beim Vermögensaufbau vermeiden? Zu den häufigsten Fehlern gehören ein zu später Start, emotionale Entscheidungen in volatilen Marktphasen und zu hohe Gebühren. Auch mangelnde Diversifikation und häufiges Umschichten des Portfolios können die Rendite schmälern. Wichtig sind ein langfristiger Anlagehorizont, eine klare Strategie und die Disziplin, diese auch in schwierigen Marktphasen beizubehalten.